Schwarze Holunderbeere, der Duft von Flieder

Sambucus nicra, die schwarze Holunderbeere

Ein kleiner Baum oder Strauch, der zur Gattung der Moschuskrautgewächse gehört und beerenartige kleine, kugelige Steinfrüchte trägt, die glänzend violettschwarz und sehr saftig sind. Die Blüten des Holunders sind gelblich weiß und stark duftend.

Die heilsame Wirkung des Holunders ist schon seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt, wobei nicht nur die Beeren, sondern auch Blätter, Wurzeln und Blüten als Nahrungs-, Arznei- und auch Färbemittel genutzt wurden.

Vorkommen

Der Holunder ist im mittleren Europa, Nordafrika und in West- und Mittelasien heimisch und gedeiht hervorragend in gemäßigtem bis subtropischem Klima.

Importiert wird die Droge, so nennt der Kräuterkundler die Holunderblüten, hauptsächlich aus Portugal, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Polen und Rußland. Der Ertrag wird aus Wildbeständen gewonnen.

Einkauf und Lagerung

Auf gut sortierten Wochenmärkten oder vorbestellt beim Gemüsehändler bekommen Sie die Holunder-Fruchtdolden von August bis September. Die Holunderblüten bekommen Sie im Frühsommer.
Vielleicht haben Sie ja selbst einen Holunderstrauch im heimischen Garten, dann pflücken Sie doch einfach einmal selbst. Die Fruchtdolden trennen Sie am besten komplett mit einem Schnitt von den Zweigen und vergessen Sie die Gummihandschuhe dabei nicht, durch die enthaltenen Anthocyane färben die Beeren sehr stark, im Mittelalter wurden sie auch als Haarfärbemittel verwendet.
Nach dem Kauf oder dem Pflücken sollten die Beeren rasch verarbeitet werden, da sie schnell verderben.

Nährstoffe

Die Holunderblüten enthalten eine große Menge Flavonoide, sekundären Pflanzenstoffe, denen man antioxidative Eigenschaften zuschreibt. Auch sind wertvolle ätherische Öle mit hohem Anteil an freien Fettsäuren, Gerbstoffe und Schleimstoffe enthalten.
Holunder ist außerdem sehr reich an den Vitaminen A (Beta-Karotin), E und C und enthält viele Mineralien, wie Kalium, Calcium und Phosphor.

Vorsicht, unreif sind sie giftig!

Die kleinen, schwarzen Beeren sind nur nach vorherigem Erhitzen zum Verzehr geeignet, in rohem oder unreifen Zustand sind sie giftig, sie enthalten Sambunigrin. Beim Verzehr von nicht ausreichend erhitzten oder unreifen, noch grünen Holunderbeeren kann es dadurch zu Übelkeit, Erbrechen und anhaltenden Durchfällen kommen.
Der Holunder kann in der Natur von Laien schnell verwechselt werden mit dem Traubenholunder oder Zwergholunder, auch Attich genannt. Die Beeren beider Sträucher sind giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

Eine Wohltat bei Erkältungen

Holunderblüten werden auf Grund ihrer hervorragenden Inhaltsstoffe zur Behandlung gegen Fieber bei Erkältungen, Halsschmerzen, Husten und Atemwegsentzündungen eingesetzt. Hier wird die Droge auch als Tee oder Gurgelwasser bereitet.
Holundertee hat eine schweißtreibende Wirkung und wird zusätzlich als Schwitzkur verwendet, um die Symptome bei Erkältungen und körperlicher Unpässlichkeit zu mildern.

Weitere Anwendungsgebiete die aber bislang noch nicht eindeutig wissenschaftlich belegt wurden, sind verbessernde Wirkung bei Rheuma, Gicht und Arthrose, Hautkrankheiten und Neuralgien.
In der Homöopathie werden vor allem die Blätter und die frischen Blütenstände zur Behandlung von Atemwegerkrankungen genutzt.
Die Beeren haben eine leicht harntreibende und abführende Wirkung.

Weiterverarbeitung und Zubereitung

Die schwarzen Beeren werden am häufigsten zu Saft und Marmelade verarbeitet. Aus den duftenden, blass gelben Blüten wird Sirup oder Holunderblütentee hergestellt.
Waschen Sie die Beeren vor der Zubereitung gründlich in einer Schüssel mit Wasser, anschließend entfernen Sie erst die Stiele.
Wenn Sie mit der Bestimmung des Holunders in freier Natur nicht sicher sind, holen Sie sich Rat oder greifen Sie lieber auf Alternativen im Handel zurück.

Probieren Sie einfach mal etwas Neues für Ihre Gesundheit und bleiben Sie neugierig!

Das Team von Starscook


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Vonstarscook
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